Heißfolienprägung

Die wohl häufigste Anfrage, welche Hochzeitsdienstleiter bekommen ist: "Wie viel kostet eine Heißfolienprägung für meine Einladungen?"
Da wir tag täglich diese Anfrage erhalten und ihr auch via Instagram / Facebook regelrecht begeistert seid, von unseren Heißfolienpräge-Videos, wollen wir Euch dieses Verfahren näher bringen.

 

Was braucht man für eine Heißfolienprägung ?

Wie bei einem Kochrezept, brauchen wir für eine Heißfolienprägung ebenso einige Zutaten.
Das wichtigste: Eine Heidelberger Tiegel (OHT), ein Klischee, so wie die gewünschte Metallfolie.
Jetzt fragt Ihr Euch sicher Häää ? Was ist das alles ? Dürfen wir Euch vorstellen - unser wunderschöner betagter Tiegel :-)
 

 

Heidelberger Tiegel (OTH)

Er ist schon ein alter Herr aber noch immer gut in Schuss!
Er druckt, prägt und veredelt Eure Papeterie mit einmaligen metallischen Akzenten :-) Bis zu A4 groß kann geprägt (veredelt) werden - für größere Formate würde man eine Heidelberger Cylinder benötigen, aber mehr dazu ein anderes mal. 1452 wurde der Buchdruck von Johannes Gutenberg erfunden.
Der Produktionsbeginn des legendären “Original Heidelberger Tiegel” löste in Deutschland ab 1926 einen weltweiten Boom für Heidelberger Druckmaschinen aus. Wenn es um die metallisch und edle Heißfolienprägung geht, kommt man um den Heidelberger Tiegel nicht herum.

 

“Gott grüß die Kunst” ist ein alter Gruß von den Buchdruckern und von anderen “Jüngern der Schwarzen Kunst”. Die Antwort des Grußes lautet: “Gott grüße sie”.
Der Buchdruck ist das älteste Druckverfahren der Welt.

 

Weiter geht es mit dem weiteren Bestandteil für unser Kochrezept Hochzeitspapeterie und das wäre das Klischee.

 

 

Das Klischee

Das Klischee ist somit Euer Prägestempel. Wenn ihr zB Eure Namen geprägt haben wollt, werden diese aus einer Messingplatte gefräst. Diese Komponente ist wohl das teuerste an der Heißfolienprägung und macht den Preis aus. Die Klischeekosten werden einmalig verrechnet. Für uns Papeterie-Grafiker ist hier die Schwierigkeit für Euch als Paar, sich ein Klischee zu überlegen, das ihr bei möglichst vielen Papeterie-Sorten verwenden könnt! Mit einer Prägung Eurer "Save the Date" Schriftzuges werden wir leider bei Eurer Menükarte nichts mehr anfangen :-(

 

Letzter Bestandteil unseres Kochrezeptes:

 

Metallic-Folie

Hier könnt ihr zwischen zick Varationen von Goltönen, Roségold, Silber und und und und wählen.

 

 

Sooo ... jetzt haben wir alle wichtigen Bestandteile und los kann es gehen.
Mittels Hitze und Druck, wird Euer Klischee auf das gewünschte Papier geprägt. Durch entsprechenden Druck vertiefen sich die geprägten Elemente
etwas im Papier - dies macht einen absoluten WOW Effekt aus! Ihr seht also nicht nur etwas edles, sondern ihr könnt es auch fühlen!
 
Natürlich fragt ihr Euch ja okay, Hitze, Druck, Folien und Tiegel - aber die Maschine weiß ja nicht was sie machen muss.
Genau! Hier kommt der Drucker ins Spiel. Er platziert Euer Klischee an die richtige Stelle und arbeitet sich mittels Millimeter Arbeit an die richtige Position heran.
Um das perfekte Ergebnis erzielen zu können, benötigt es natürlich einige Tests und Proben - welche die man im Nachhinein leider in den Mistkübel werfen muss - daher muss von der Druckerei immer mehr als Eure gewünschte Stückzahl produziert werden, um sicherzustellen, dass Eure Papeterie auch wirklich perfekt wird!


Also spannt der Drucker die gewünschte Metallicrolle in den Tiegel, erhitzt das Klischee auf einige hundert Grad und wirft unseren alten Heidelberger an.
Als erstes wird das Klischee auf der Heizplatte montiert. Diese wird dann auf ca 12-140 Grad aufgeheizt. Diese Heizplatte ist in einem Rahmen eingespannt. Mit dem Rahmen kann man das Klischee in die Druckmaschine einspannen. Damit ist gewährleistet, dass das Klischee immer am gleichen Platz steht und damit Passergenau gearbeitet wird.

 

Auf den nächsten Bildern seht ihr die Heißfolieneinheit. Diese ist für die genaue Abwicklung der Folie verantwortlich. Unser Drucker muss den Vorschub einstellen. Damit ist gemeint, wie viele Zentimeter die Folie nach dem Druckvorgang weiter geschoben wird.


Aber jetzt kann's dann endlich los gehen. Wir haben das Klischee in der Maschine, die Folie ist davor gespannt, das Papier eingelegt und das Schwungrad des Tiegels läuft auch schon. Achtung, alle Hände weg von der Maschine!

Man kann schnell mal die Finger in Teile bekommen, die sich drehen. Daher darf den Tiegel nur unser Drucker bedienen.
Die Maschine wird mittels Kupplung mit dem Schwungrad verbunden und beginnt sich zu bewegen.


Das Papier wird durch einen Greifer aufgenommen und in die Anlage geschoben. Die Anlage garantiert, das jeder Bogen an der genau gleichen Stelle bedruckt wird. Das ist ganz wichtig für ein perfektes Druckprodukt. Hier startet der eigentliche Druckprozess. Der Tiegel schließt sich jetzt mit dem Papier und drückt dieses gegen das Klischee. Dazwischen ist die Folie die durch die Hitze am Papier haften bleibt. Der Tiegel öffnet sich wieder und legt das Papier mit dem Greifer in die Auslage. Fertig! Jetzt können wir das Druckprodukt begutachten. Wenn alles passt können wir mit dem Druck der gesamten Auflage beginnen. Aber aus Erfahrung wissen wir, das ist leider nie so. Man muss meist die Stellung korrigieren, die Hitze anpassen oder den Druck verändern.

 

Die Maschine drückt mit bis zu 6 Tonnen das Papier gegen das Klischee.

Ein echter Muskelprotz unser kleiner Tiegel!

Ihr seht also, wie umfangreich das Thema Heißfolienprägung ist - wie aufwendig und wie viel Handarbeit dahinter steckt.

Aber ihr könnt Euch sicher sein - das Eure Papeterie mit dieser hochwertigen Veredelung, einfach der absolute Wahnsinn ist und sein wird!

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

HERZDRUCK  |  Donaustraße 106,  A-3400 Klosterneuburg  |  hello@herzdruck.at  |  +43 (0) 2243 / 260 83

Öffnungszeiten: MO-DO 8.30 - 17.00 Uhr